Rückblick: Clubprogramm
"Yes, we can" ?
Die Visionen des Barack Obama
Datum: Montag, 02. 02. 2009
Uhrzeit: 19.30 Uhr
Ort: FPC, Saalgasse 30, 60311 Frankfurt
Am 20. Januar schaute die Welt nach Amerika. An diesem Tag übernahm Barack Obama, der "schwarze Kennedy" das Amt des mächtigsten Mannes der Welt. Der 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika tritt ein schweres Amt an - innen- und außenpolitisch. Die Weltwirtschaftskrise bedroht inzwischen den Wohlstand von Millionen Amerikanern der Mittelschicht, fast 50 Mio. sind derzeit ohne Krankenversicherung. Banken und Autoindustrie müssen mit Milliarden vom Staat gestützt werden. Außenpolitisch sorgen die nicht beendeten Konflikte in Irak und Afghanistan für Unmut im Lande, die ungelösten Probleme mit dem Iran schüren die Ängste vor erneuten Terrorismusanschlägen, der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern im Gaza-Streifen sorgt für weiteren Zündstoff. Obama übernimmt das Ruder mitten in der Krise und die Erwartungen an eine nationale Erneuerung sind riesig.
Wird der neue Mann im Weißen Haus gemeinsam mit seinem Stab Mittel und Wege finden diese Probleme in überschaubarer Zeit zu lösen, oder wird er an dieser Herkulesaufgabe scheitern? Welche Handlungsspielräume besitzt die neue Administration überhaupt, um die Krisen zu bewältigen? Und wie werden die transatlantischen Beziehungen verändert?
Über diese Fragen diskutieren: Dr. Christoph von Marschall, Washington-Korrespondent des Berliner Tagesspiegels und Autor des Buches: "Barack Obama. Der schwarze Kennedy" in dem er 2007 die Stimmungslage in Amerika vor der Wahl und die politischen Konstellationen analysiert und beschreibt. Klaus-Dieter Frankenberger, Redaktionsleiter Außenpolitik der FAZ und Amerika-Experte. Er hat einige Jahre am Zentrum für Nordamerika-Forschung in Frankfurt gearbeitet, war von 1985- 1986 Assistent eines Abgeordneten des Repräsentatenhauses und 1990 Marshall Fellow an der Harward-Universität.
Moderation: Werner Holzer, Ehrenpräsident des FPC. Der versierte Journalist war u.a. 20 Jahre FR-Chefredakteur. Nach seinem Ausscheiden ging er für Vox als Korrespondent nach Washington. Der profunde Amerika-Kenner wurde für seine Berichterstattung über den amerikanischen Wahlkampf 1964 - Johnson/ Goldwater - mit dem Theodor-Wolff-Preis für Auslandsberichterstattung ausgezeichnet.
Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit dem US-Generalkonsulat Frankfurt.



