Transformation und Vertrauenskrise – Der Intendant des hr zu Gast im FPC

26 SEPTEMBER | 19.30 UHR | IN PRÄSENZ IM FRANKFURTER PRESSECLUB

ZU GAST
Florian Hager (Intendant des hr)

MODERATION
Carsten Knop (FPC Vizepräsident)

Auch die Jungen müssen erreicht werden

hr-Intendant Hager über die Reform des Senders

Auch wenn der hessische Rundfunk strukturell schon einiges verändert hat, so sieht Intendant Florian Hager die Notwendigkeit von weiteren Reformschritten zur Stärkung digitaler Formate. Derzeit seien noch 90 Prozent der Ressourcen für Programmgestaltung an lineare Sendungen und damit an bestimmte Sendeplätze gebunden. Um den geänderten Hör- und Sehgewohnheiten aber gerecht zu werden, müssten die Redaktionen nach einer Themenlogik arbeiten und mit den Inhalten die verschiedenen Formate bedienen. Bei diesem Transformationsprozess sei es sehr wichtig, die Redakteurinnen und Redakteure mitzunehmen und ihnen auch weiterhin eine große Wertschätzung zu vermitteln. Denn zwangsläufig müssten Manches eingestellt werden, um Mittel für neue Projekte zu generieren. Hinzu komme noch, dass die Beitragsstabilität bei der derzeitigen Inflation den Etat schrumpfen lasse. Hager, der Programmgeschäftsführer des Jugendkanals funk von ARD und ZDF war, betonte die Notwendigkeit des Wandels mit dem Hinweis, dass der Sender derzeit 35 Prozent der Bevölkerung nicht erreiche, was nicht zu akzeptieren sei. Wenn die Zielgruppe der Jüngeren vernachlässigt werde, tauche dort natürlich die Frage auf, warum man denn Gebühren für etwas zahle, das man nicht nutze. Moderator Carsten Knop wollte wissen, warum sich der Sender nicht auf politische Berichterstattung, Bildung und Kultur konzentriere und die Unterhaltung nicht anderen überlasse. Hager meinte, zum Auftrag des Senders gehöre die Meinungsbildung und den Zusammenhalt der Gesellschaft zu fördern. Dies bedeute, ein Angebot für alle zu machen und eben auch Unterhaltungssendungen zu produzieren und Rechte für Sportübertragungen zu erwerben. Offen zeigte sich Hager gegenüber weiteren Einsparmöglichkeiten durch Zusammenlegung von Verwaltungsstrukturen innerhalb der ARD. Allerdings kooperierten die Sender auch jetzt schon bei vielen technischen Dingen, wie z.B. der gemeinsamen Nutzung von Übertragungswagen. Auf der Ebene der Programme würde er einer Zusammenlegung aber widersprechen, da die jeweiligen Anstalten einen föderalistischen Auftrag hätten. Moderator Knop fragte, ob denn beim hr ähnliche Dinge passieren könnten wie sie beim RBB geschehen seien. Hager sah seinen Sender gut aufgestellt, da schon vor Jahren ein gutes Regelwerk aufgestellt worden sei. Dies allein könne natürlich Verfehlungen nicht verhindern, aber es werde im Sender auch gelebt.

Foto © HR / Ben Knabe
Carsten Knop
Foto © Barbara Walzer

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