Rückblick Woher kommt der Erfolg der Youtuber?

Hintergrundfoto © Rainer Rüffer


Influencer auf YouTube: Ihre Werbung gilt Usern als glaubwürdig

FPC-Clubabend zu YouTube als Gemeinschaftsveranstaltung mit Interkulturellem Mediendialog und Otto-Brenner-Stiftung


Von den Top-100-Kanälen auf YouTube werden allein 56 von Influencern betrieben. Das berichtete Lutz Frühbrodt, Professor an der Hochschule Würzburg/Schweinfurt, aus einer Studie, die er für die Otto-Brenner-Stiftung der IG Metall über YouTube und seine Nutzer erarbeitet hat. Und diese Influencer haben laut einer Bitkom-Umfrage von 2017 für die Kinder und die Jugendlichen den Status von Idolen wie Musiker oder Bands. Doch im Unterschied zu diesen geht es bei den Influencern nicht um bloße Unterhaltung, sondern um gezielte Werbung, auch wenn diese Videos in aller Regel nicht entsprechend gekennzeichnet sind. Nach der Untersuchung der Medienwissenschaftler sind die Beiträge mit Hilfe von Agenturen hochprofessionell gemacht und so wirksam, dass die Nutzer der Kanäle mit den Influencern gleichwohl vor allem Begriffe wie Echtheit, Glaubwürdigkeit und Freundschaft verbinden. Das Spektrum der Themen reicht von Schminktipps mit den entsprechenden Produkten bis zu politischen Beiträgen und Meinungsmache vor allem auch aus dem extrem rechten Spektrum. Unter dem Titel „Woher kommt der Erfolg der Meinungsmacher?“ hatten der Interkulturelle Mediendialog, die Otto-Brenner-Stiftung und der FPC zu der gemeinsamen Veranstaltung in den Räumen des Presseclubs eingeladen.

Das Gros der YouTube-Angebote ist allerdings unpolitisch. Es dominiert anspruchslose Unterhaltung, deren Niveau jedenfalls "unter dem von RTL2" liege. Für die Videoplattform untypisch sind dagegen die von Funk präsentierten Angebote der ARD-Sender und des ZDF, in die Katharina Vanzella Partnermanagerin von Funk, einen Einblick gab. Auch da gebe es schon YouTube-Stars wie etwa "Mister Wissen to Go", von dem die jugendlichen User wüssten, dass er "gut recherchierte und neutrale" Informationen präsentiere. Natürlich existierten für die von den öffentlich-rechtlichen Anstalten zumeist dezentral produzierten Clips auch journalistische Standards. Für die Funk-Redaktion gebe es aber auch Brückenschläge zum linearen Fernsehen. Manche der auf YouTube verbreiteten Angebote finden sich nicht nur in der Mediathek von ARD und ZDF, sondern vereinzelt auch schon einmal im normalen Fernsehprogramm.

Moderator Joachim Valentin, der Leiter des katholischen Hauses am Dom, wusste als Mitglied des HR-Rundfunkrats zu berichten, dass auch in diesem Gremium die weiter wachsende Bedeutung der YouTube-Kanäle immer wieder Thema ist. Kein Wunder, ist YouTube doch die mit Abstand größte Videosharing-Plattform der Welt und mittlerweile auch schon die zweitgrößte Suchmaschine auf dem Planeten. Die größte ist natürlich Google, und der gehört YouTube mittlerweile zu 100 Prozent.


Text: Gerhard Kneier

Fotos © Rainer Rüffer


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