Ehrenpräsident Werner Holzer

Werner Holzer
Gründer des FPC

Ehrenpräsident (verstorben am 14.11.2016)

In Gedenken an Werner Holzer

Unser Ehrenvorsitzender Werner Holzer ist am 14.11.2016 verstorben.

Werner Holzer gründete 1980 mit 14 Kollegen den FPC. Er war Vorsitzender bis Ende 1991, seit 1992 ist er Ehrenvorsitzender des Clubs. Er war geradeheraus und umgänglich, er hielt mit seinen Ansichten nicht hinter dem Berg, aber er war niemals plump oder gar verletzend. 1926 in Zweibrücken geboren, gewann er als junger Mann bei einem Schreibwettbewerb eine Recherchereise durch Deutschland, damit verbunden war die Mitarbeit beim "Mannheimer Morgen". Die "Süddeutsche Zeitung" holte ihn dann nach München. Dort hatte Holzer direkt nach dem Krieg Geschichte und Philosophie studiert. "Wir hatten ja alle nicht Journalismus gelernt, wir waren gerade noch Soldaten gewesen", sagte er einmal über die Anfangsjahre. Nach Frankfurt kam er, als die "Frankfurter Rundschau" 1953 einen Chef vom Dienst suchte.

Von 1964 an bereiste er als Korrespondent die Welt. Den Nahen Osten und Südostasien, Frankreich und Italien brachte er den Lesern ebenso nahe wie die Vereinigten Staaten, die er auch während des Vietnam-Krieges nicht für alles Übel verantwortlich machte.

1973 wurde Holzer Chefredakteur der "Frankfurter Rundschau", er blieb es bis zu seiner Pensionierung. In den 18 Jahren unter seiner Leitung festigte die Zeitung ihre Position als überregionales Blatt mit starken Wurzeln in Frankfurt. Holzer pflegte die linksliberale Linie der Zeitung aus Überzeugung, aber ohne jede Rechthaberei. Für seine Berichte aus Amerika wurde mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet, für seine Vietnam-Reportagen erhielt er den Deutschen Journalisten-Preis.

Der Frankfurter PresseClub verdankt Werner Holzer unendlich viel. Wir erinnern uns in großer Dankbarkeit an viele Begegnungen und Gespräche.

 

Essay des FPC-Ehrenpräsidenten Werner Holzer zur Gründung des Frankfurter PresseClubs in den 1980er Jahren.


Journalisten sind Einzelgänger - in der Mehrzahl
Jedenfalls solange sie einer Geschichte auf den Fersen sind. Andererseits haben sie einen hohen Gesprächsbedarf, suchen Kontakte und Hinweise, wenn sie ein neues Thema suchen. Ich weiß, das klingt paradox. Aber so sind wir nun einmal, wir Journalisten.

Die Wiege stand in England
Und weil das so ist, wurden in den angelsächsischen Ländern die ersten Presseclubs gegründet. Das geschah zu einer Zeit, als auch Journalisten noch Machos waren (es gab damals noch wenige Journalistinnen) und man den Ehefrauen genug Zeit geben wollte, das Abendessen vorzubereiten und die Kinder ins Bett zu bringen. Heute ist das alles anders. Der Presseclub alten Stils hat ausgedient. Die Machos unter den Journalisten verschwinden langsam von der Bildfläche.

Treffpunkt und Ideenbörse für Frankfurt
Aber weil wir damals, in den achtziger Jahren, davon überzeugt waren, dass journalistische Neugier und der Informationsbedarf unvermindert hoch sein müssten, haben wir in Frankfurt den FPC gegründet - als Treffpunkt und Ideenbörse gewissermaßen. Junge und Alte sollten sich hier mit Gästen aus allen Bereichen treffen, diskutieren und ein Glas trinken können.

Lebendiger Journalismus durch den FPC
Und etwas kam hinzu: Der allgegenwärtige Bildschirm und das weltweite Netz sind verführerisch. Das persönliche Gespräch leidet, wenn sich das Informationsparkett leert. Und das wäre schlecht für den lebendigen Journalismus. Deshalb soll er noch lange leben - der FPC.

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