Eine Kooperationsveranstaltung

des FPC mit dem

Zu Gast:

Rebecca Beerheide
Beirätin von „genderleicht.de“ und von 2015 bis 2019 Vorsitzende des Journalistinnenbundes

Foto © Victoria Schilde

Christoph Schröder
Dozent für Literaturkritik an den Universitäten Frankfurt und Köln sowie freier Autor und Kritiker u. a. Zeit, Süddeutsche Zeitung, Deutschlandfunk Kultur und Journal Frankfurt

Foto © Jessica Schäfer


Moderation

Ronja Merkel
Chefredakteurin Journal Frankfurt und FPC Vorstandsmitglied

Foto © Barbara Walzer

Gendergerechte Sprache

Diskriminierungsfreie Notwendigkeit oder holprige Sprachmanipulation?

Datum: 04.02.2020
Uhrzeit: 19.30 Uhr
Ort: Frankfurter PresseClub, Ulmenstraße 20, 60325 Frankfurt am Main

Wie funktioniert gendersensible Berichterstattung? Und braucht es überhaupt einen sensibleren Umgang mit Sprache, um geschlechtergerecht und diskriminierungsfrei berichten zu können? Bereits seit den 1970er-Jahren fordern feministische Sprachwissenschaftlerinnen einen sexusgerechten Sprachgebrauch, inzwischen ist das Thema im Mainstream angekommen. In der laufenden Gender-Debatte geht es längst nicht mehr „nur“ um die sprachliche Ausgrenzung von Frauen, sondern auch um die Inklusion des dritten Geschlechts.

Während Medien wie die taz, jetzt.de (das junge Onlinemagazin der Süddeutschen Zeitung), ze:tt (das junge Onlinemagazin der Zeit) und Edition F mithilfe des Gendersterns Leser*innen aller Geschlechter ansprechen möchten, bleiben Zeitungen und Zeitschriften wie FAZ und Spiegel beim generischen Maskulinum. Dazwischen finden sich zahlreiche Kompromisse, wie die Verwendung von Paarformen, dem Binnen-I, Doppelpunkt, Quer- oder Unterstrich und die Bildung von Partizipalformen, die beispielsweise aus Studentinnen und Studenten Studierende macht. Kritikerinnen und Kritiker führen meist als Argument gegen die gendergerechte Sprache an, sie sei zu holprig und stelle überdies eine Sprachmanipulation dar.

Über die Notwendigkeit einer inklusiven Sprache und einen gangbaren Weg, um diese umzusetzen, diskutieren Rebecca Beerheide und Christoph Schröder in einem von Ronja Merkel moderierten Gespräch.

 

Rebecca Beerheide ist Beirätin von „genderleicht.de“, ein Projekt des Jounralistinnenbundes. In der Zeit als Vorsitzende des Journalistinnenbundes (2015 bis 2019) hat sie gemeinsam mit den Vereinskolleginnen das Projekt für mehr gendergerechte Sprache im Journalismus ins Leben gerufen. Das Projekt wird vom Bundesfamilienministerium gefördert.

Aufgewachsen in Oldenburg, studierte sie Diplom-Journalistik und Politikwissenschaften in Leipzig und Ljubljana. Sie volontierte beim Main-Echo in Aschaffenburg. Seit 2008 schreibt sie über Gesundheitspolitik, zunächst für die Ärzte Zeitung in Frankfurt/M, seit Juli 2015 für das Deutsche Ärzteblatt in Berlin. Sie ist Mit-Herausgeberin des Buches „100 Jahre Frauenwahlrecht - viel erreicht, wie weiter?“, das im Juni 2017 erschienen ist.

 

Christoph Schröder ist Dozent für Literaturkritik an den Universitäten Frankfurt am Main und Köln und schreibt als freier Autor und Kritiker unter anderem für Zeit, Süddeutsche Zeitung, Deutschlandfunk Kultur und JOURNAL FRANKFURT. Er befürwortet die Verwendung gendergerechter Sprache in journalistischen Texten, lehnt diese aber im literarischen Kontext ab.

 

Bitte beachten: Für die Veranstaltung ist ein Ticket notwendig. Diese sind für Mitglieder des FPC und des Journalistinnenbundes kostenlos, für Nicht-Mitglieder beträgt der Eintritt 6,90 €.

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