Rückblick Clubabend mit Manfred Krupp

Unser Gast

Manfred Krupp
Neuer Intendant des Hessischen Rundfunks

Foto © Rainer Rüffer

 


Moderation

Werner D'Inka
Präsident des FPC

Foto © Rainer Rüffer

Eines sagt der neue hr-Intendant Manfred Krupp gleich zu Beginn des Abends: „Ich bin sicher, auch im Jahr 2034 werden wir noch die klassischen Medien haben. Es wird noch eine gedruckte Zeitung geben und auch Hörfunk und Fernsehen gibt es dann noch. Denn sie geben den Nutzern Orientierung im Tag und bieten eine Einordnung bei all der Flut an Informationen, die es im Netz gibt.“

Welche Plattform eignet sich?

Trotzdem ist ihm klar, dass der hr den Medienwandel mitgehen muss. „Wir müssen allerdings nicht auf allen Plattformen vertreten sein sondern uns ganz genau überlegen, wo wir unsere Nutzer auch abholen.“ So ist zum Beispiel youtube ein sehr wichtiger Ausspielkanal für den hr. „Wären wir dort nicht vertreten, würden wir am Nutzer vorbei denken“, ist sich Krupp sicher. Beispielsweise sei der youtube-Kanal des hr-Sinfonieorchesters sehr erfolgreich und werde von vielen genutzt.

„Wir müssen sicher an einigen Stellen enger zusammenarbeiten“

Doch wie passt eine recht starr festgelegte Orgastruktur wie im hr zu einem so schnellen Medienwandel, wie wir ihn erleben? Muss sie nicht komplett neu gedacht werden, um flexibler zu sein? Manfred Krupp positioniert sich zu dieser Frage sehr klar: „Für uns ist es wichtig, dass wir nicht von der Organisationsstruktur her denken, sondern vom Produkt. Erst muss klar sein, welches Produkt passt in welchen Ausspielweg, dann müssen Strukturen angepasst werden. Nicht umgekehrt. Da werden wir in Zukunft im Hessischen Rundfunk sicher an einigen Stellen enger zusammenarbeiten müssen.“

Fehlerkultur als Instrument für Glaubwürdigkeit

Auch die öffentlich-rechtlichen Medien müssen sich aktuell einer Glaubwürdigkeitsdebatte stellen, die Diskussion über den Rundfunkbeitrag ist ein Dauerbrenner, Lügenpresse-Vorwürfe gehören fast schon zum täglichen Geschäft. Wie wirkt der hr dem entgegen? Mit einer offenen und transparenten Fehlerkultur, erklärt Krupp. „Wir dürfen uns nicht davor scheuen, nach außen offen mit Fehlern umzugehen. Wir müssen offensiv sein und Fehler kommunizieren.“ Außerdem will der hr mit seinen Inhalten überzeugen. „Wir bilden die gesamte Gesellschaft ab, wir geben das ganze Bild wieder, Nachrichten werden bei uns nach klar festgelegten Kriterien vorsortiert, nicht nach einem Algorithmus, der danach filtert, was den Nutzern in ihr Weltbild passt und was nicht.“

Blick in die Zukunft

Auf die Frage, wo der hr in 10 Jahren steht, hat Manfred Krupp keine pauschale Antwort. Allerdings ist für ihn klar: „Wir müssen neugierig bleiben, Dinge ausprobieren, ohne Angst davor, auch mal Fehler zu machen. Und wir wollen und müssen uns verändern und mit der Zeit gehen.“

 

Fotos © Rainer Rüffer


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