Rückblick Was War? Was kommt? Was bleibt?

In Kooperation mit:

Zu Gast

Werner D'Inka
ehem. Herausgeber der F.A.Z.

Foto © Barbara Walzer

Hans-Dieter-Hillmoth
ehem. Geschäftsführer von Radio FFH

Prof. Bascha Mika
ehem. Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau

Foto © laif/gerster

Dr. Heinz-Dieter Sommer
ehem. Hörfunkdirektor des Hessischen Rundfunks

Foto © hr/Katrin Denkewitz


Moderation

Annette Milz
Herausgeberin Medium Magazin

Foto © Eva Häberle

Blicke zurück und in die Zukunft

Clubabend mit Urgesteinen des Journalismus


Endlich wieder eine Präsenzveranstaltung! Das war das gemeinsam positive Gefühl von Publikum und Podium bei dem besonderen Clubabend, auf dem inklusive Moderatorin Annette Milz fünf journalistische Urgesteine das Podium bestritten. Über das Gespräch hinaus war der Abend auch eine Würdigung dieser prägenden Journalisten, die während Corona ohne große Verabschiedung in den Ruhestand gegangen sind. Das Auditorium wurde mit einer Fülle spannender Gedanken zu sehr verschiedenen Aspekten des Journalismus belohnt. Der vorsichtige Blick in die Zukunft der Branche fiel natürlich recht unterschiedlich bei den Beteiligten aus. Der ehemalige FAZ-Herausgeber Werner D´Inka zeigte sich heute optimistischer als vor fünf Jahren, dass Qualitätsjournalismus künftig bezahlt werden könne. Keine entscheidende Frage sah er darin, ob in zehn Jahren Zeitungen noch gedruckt würden. Bascha Mika, die frühere Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau, sorgte sich dagegen, ob es auch weiterhin spezialisierte und fachlich versierte Journalisten geben werde, denn dies sei eine wichtige Grundlage für Qualität. Sie zeigte sich skeptisch, ob die Ökonomie das noch zulasse. Eine schon länger andauernde Renaissance des Radios beschrieb Hans-Dieter Hillmoth, ehemaliger Geschäftsführer von Radio FFH. Unter anderem sei das auf das bessere Eingehen auf die Hörer und Aktionen der Sender zurückzuführen. Natürlich müssten von den Verantwortlichen auch alle neuen verfügbaren Techniken für die Kommunikation mit den Hörern eingesetzt werden. Einen starken Wandel in der Rolle des Radios sah auch Heinz-Dieter Sommer, ehemaliger Hörfunkdirektor des hessischen Rundfunks. Das frühere Verhältnis von Sender und Empfänger sei inzwischen ersetzt durch vielfältige Kommunikation. Natürlich hätten die Hörer heute ganz andere Möglichkeiten, mit den Redakteuren n Kontakt zu treten. Aber zusätzlich erlaubten die Social Media jedem Nutzer selber Texte, Videos oder auch Podcasts zu verfassen und so eine eigene Fan-Gemeinde aufzubauen. Kontroverse Auffassungen vertraten die Podiumsgäste zum Thema Gendern in der Sprache. Werner D´Inka sah die Sprache nicht als bewusstseinsbildend und betonte die Unterschiede des grammatikalischen und des biologischen Geschlechts. Bascha Mika hingegen meinte, die Spräche präge zumindest teilweise das Bewusstsein mit. Sie gestand jedoch ein, das Gendern sei nicht immer einfach, da es bisweilen den Klang eines Satzes kaputtmachen könne. Heinz-Dieter Sommer berichtete, beim hr gebe es keine Dienstanweisung, sondern es sei den Redakteuren überlassen. Der Sender wolle die Hörer nicht – wie in früheren Zeiten – belehren. Aber die Karrieremöglichkeiten für Frauen seien auch unabhängig vom Gendern sehr groß. So gebe es im hr zahlreiche Frauen in Führungspositionen. Ein sehr anregender Clubabend, der zusammen mit der Evangelischen Akademie in deren Räumen organisiert war, fand mit anschließenden lebhaften Diskussionen in geselliger Runde sein Ende.



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