Zu Gast

Thomas Kaspar
Chefredakteur der FR

Foto © Marcus Schlaf

Bascha Mika
Chefredakteurin FR

Foto © Gaby Gerster/laif


Moderation

Annette Milz
Chefredakteurin Medium Magazin

Foto © Eva Häberle

Der Zukunft eine Stimme geben

Chefredakteure der Frankfurter Rundschau blicken optimistisch nach vorne

 

Die Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau Bascha Mika und ihr Kollege Thomas Kaspar, arbeiten erst wenige Wochen zusammen, und doch sind sie zumindest in der öffentlichen Darstellung hervorragend aufeinander eingespielt. Diesen Eindruck bekamen jedenfalls die Besucher des Clubabends: Quo vadis FR? Gemeinsam strahlten sie Zuversicht für die Zukunft der Frankfurter Rundschau aus und gaben sehr optimistische Prognosen. Kaspar meinte, derzeit sei insbesondere bei den Jüngeren wieder eine Politisierungswelle zu beobachten, die der FR sicher auch zugutekommen könne. Um das zu erreichen, müsse die Redaktion aber in enger Zusammenarbeit mit den technischen Einheiten im Netz Reichweite erzielen und Leser von einzelnen Artikeln in Leser der Zeitung verwandeln. Vor allem aber müsse die Redaktion den potentiellen Lesern zuhören, was sie bewegt und was sie lesen wollen. Um diese skizzierten Strategien zu entwickeln, werde ein erheblicher Teil der Einnahmen aus dem „hochprofitablen Printprodukt“ in „Suchscheinwerfer“ investiert. Kaspar resümiert, daher habe die Zeitung eine gute Chance, ihre Abonnentenzahl in den kommenden drei Jahren zu verdoppeln. Bascha Mika sieht die Herausforderung für die Zeitung vor allem darin, die angestammten Leser zu halten aber auch gleichzeitig so innovativ zu sein, um die Jüngeren für das Blatt zu interessieren und sie an es zu binden. Von zentraler Bedeutung ist es für sie, eine klare linksliberale Haltung zu zeigen und der Zukunft eine Stimme zu geben. Den nationalen Anspruch der FR sehen die beiden Chefredakteure nicht gefährdet. Zwar sei die DNA der Ippen-Gruppe als neuem Eigentümer, regional geprägt, aber der Verleger habe sich bisher immer eindeutig zu der nationalen Bedeutung der Zeitung bekannt. Als Strategie, Qualitätsjournalismus auch mit knappen Ressourcen zu produzieren, skizzierte Mika die Konzentration auf Leuchttürme, die dem Leser immer wieder vor Augen führen müssten, warum er gerade diese Zeitung lese. Die Doppelspitze widersprach entschieden Spekulationen, die FR und die FNP könnten irgendwann zusammengelegt werden. Die Auflösung dieser Marken würde einen erheblichen Leserverlust auf beiden Seiten hervorbringen und sei daher wirtschaftlich keine sinnvolle Option. Dagegen könne der Austausch von einzelnen Artikeln oder auch Aufteilung von bestimmten Arbeitsgebieten für beide Redaktionen hilfreich sein. Dabei müsse jedoch immer darauf geachtet werden, dass Signatur-Artikel, die das Profil der jeweiligen Zeitung prägten, nicht austauschbar seien. Auch die Hesseneinheit des Ippen-Verlages, die gerade ihre Arbeit aufgenommen habe, müsse das Profil der jeweiligen Publikationen immer mitdenken, meinte Kaspar. Ein interessanter und informativer Abend über die Bewegung auf dem Frankfurter Zeitungsmarkt.


Text: mü

Fotos: Rainer Rüffer


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