Rückblick Clubabend Stadtnomaden

Zu Gast

Christina Horsten, New York Korrespondentin dpa

Felix Zeltner, Journalist und Mitbegründer der Firma Work Awesome, New York

Foto © Helga Traxler / @photosalonhelga


Moderation

Ronja Merkel
Chefredakteurin Journal Frankfurt und FPC Vorstandsmitglied

Foto © Barbara Walzer

Raus aus der Komfort-Zone – folge deinen Schnapsideen

Berichte über journalistische Abenteuer in New York und einen Wandel des Berufsbildes


Journalismus als Abenteuer, als Leidenschaft, als Wissensdurst, als grenzenloses Interesse an Menschen und Geschichten, als Wagnis und als Unternehmertum – all das haben Christina Horsten und Felix Zeltner intensiv seit 2012 in New York durchlebt und praktizieren es auch weiterhin. Ihre Erfahrungen und ihr Bild von dem Wandel des Journalismus haben die Beiden auf einem äußerst anregenden Clubabend präsentiert. Das Paar ergriff die Chance, als Christina das Angebot von dpa erhielt, aus New York zu berichten. Felix Zeltner zögerte nicht mit dem Projekt und startete eben dort als freier Journalist. Zwei unangenehme Vorkommnisse – Ihnen wurden jeweils kurzfristig ihre Wohnungen gekündigt – waren der Start für das scheinbar verrückte Projekt, sich die Stadt durch ständiges Umziehen zu erschließen. Der Schritt raus aus der Komfort-Zone habe ihnen viel tolle Erlebnisse, unglaublich interessante Geschichten aber natürlich auch viel Stress und Aufregung gebracht, meinte Christina Horsten. Und ganz nebenbei war die Wohnungslogistik noch verbunden mit erst einem und dann zwei Kindern und ständigem Verfassen von Artikeln. Natürlich wäre all das in den Zeiten vor dem Internet nicht möglich gewesen.

In dem Gespräch mit Moderatorin Ronja Merkel brachen die beiden eine Lanze dafür, sich seine Träume im Journalismus zu erfüllen: „Folge deinen Schnapsideen!“ Mit der notwendigen Leidenschaft hätten es viele Journalisten in New York als Freie geschafft. Zeltner hat neben seiner journalistischen Tätigkeit inzwischen eine eigene Firma gegründet, mit er Konferenzen und Workshops organisiert, die sich mit den neuen Herausforderungen der Arbeitswelt beschäftigen. Nach seiner Auffassung ändert sich derzeit das Berufsbild bei den jüngeren Journalisten. Der traditionelle Weg Journalistenschule, Festeinstellung bei einem großen Medium und stetiger Aufstieg auf der Karriereleiter habe an Attraktivität verloren. Etliche gute jüngere Journalisten seien nicht mehr bereit, in Firmen einzutreten, sondern wollten in kleinen Start-Ups ihre eigenen Ideen verwirklichen. Die Unternehmen aber spürten inzwischen, dass sie keineswegs wie früher mit großer Selbstverständlichkeit die Besten anziehen würden. Für sie erwachse inzwischen die Herausforderung, dieses kreative Potential in neuen Kooperationsformen an sich zu binden. Zeltner engagiert sich auch in Vorträgen bei Journalistenschulen dafür, dass sich das neu entstehende Berufsbild in der Ausbildung niederschlägt. Der Abend war ein leidenschaftliches Plädoyer für New York als eine äußerst inspirierende Stadt mit unglaublich vieler Energie, die zudem die sicherste Stadt der USA sei. Ihre speziellen New Yorker Erfahrungen haben die Beiden in dem Buch „Stadtnomaden“ niedergelegt.


Text: mü

Fotos © Rainer Rüffer


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