Rückblick Korporative Mitglieder im Gespräch – SEAT

Zu Gast:

Bernhard Bauer (r.)
Geschäftsführer von SEAT Deutschland

Foto © Rainer Rüffer


Moderation

Werner D'Inka
Mitherausgeber der F.A.Z. und Präsident des FPC

Foto © Barbara Walzer

Elektromobilität und Erdgas

Bernhard Bauer, der Geschäftsführer von SEAT zu Gast im FPC


Er soll Benzin im Blut haben, heißt es von Bernhard Bauer, dem langjährigen Geschäftsführer von SEAT Deutschland. Tatsächlich arbeitet Bauer schon 40 Jahre in der Branche, bei verschiedenen großen Marken und strahlte eine große Autobegeisterung als, als er unter dem Titel „korporative Mitglieder im Gespräch“ zu Gast im FPC war. Für ihn ist ein Auto nicht nur ein zweckdienliches Fortbewegungsmittel, sondern es sollte immer auch einen erheblichen Spaßfaktor haben. Selbst ein Elektroauto müsse nicht langweilig sein, sondern könne große Freude beim Fahren bereiten. Derzeit sieht er allerdings die batteriegetriebenen Fahrzeuge eher als Zweitwagen für den Verkehr in der Stadt. Allerdings werde sich dies schon in einigen Jahren deutlich ändern, da die Umweltauflagen der Politik für Verbrennungsmotoren so streng seien, dass ihnen keine große Zukunft mehr beschieden sei. Bauer selbst zeigte sich jedoch als großer Fan von Erdgas-Autos. Diese seien sowohl unter dem Gesichtspunkt der Energieeffizienz als auch hinsichtlich der Schadstoffemissionen und des Preises eine sehr gute Lösung. SEAT biete daher auch Erdgas-Autos zu den gleichen Kosten wie Benziner an, um den Käufern vom ersten Tag an einen Spareffekt zu ermöglichen. Diese Politik habe SEAT zum Marktführer in dieser Sparte gemacht. Etliche Jahre wird es hingegen nach Bauer noch dauern, bis wasserstoffgetrieben Wagen marktfähig sind. Ebenso wenig sieht der Geschäftsführer in den nächsten Jahren auf breiter Front einen Durchbruch der autonom fahrenden Wagen. Dieser scheitere bis auf weiteres wegen der hohen Technikkosten an den damit verbunden Preisen. Bei aller Begeisterung für das Auto lässt sich Bauer durch die Umweltdiskussionen nicht irritieren. Vielmehr hält er sie für eine notwendige und gute Auseinandersetzung, der sich natürlich auch die Fahrzeugindustrie stellen müsse. Über SEAT selbst, den zweitgrößten Auto-Importeur in Deutschland brachte der Geschäftsführer eine Reihe beeindruckender Zahlen mit. So habe sich die Menge der verkauften Fahrzeuge von 50.000 im Jahr 2010 auf 138.000 im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt. Und natürlich will das Unternehmen dieses dynamische Wachstum fortsetzen. Dafür werden allein in diesem Jahr zehn neue Modelle präsentiert, mit denen auf die sehr unterschiedlichen Wünsche der verschiedenen Kundensegmente eingegangen werden soll. Sehr gezielt wendet sich das Unternehmen an jüngere Käuferschichten. Insbesondere in der Werbung konzentriert sich SEAT auf ein junges urbanes Publikum, das das Unternehmen sehr gut emotional mit der Förderung zahlreicher Musikevents erreicht. Als Ergebnis kann SEAT auf einen Altersdurchschnitt seiner Käufer von 42 Jahren verweisen. Damit sind sie rund zehn Jahre jünger sind als diejenigen der meisten anderen Marken. Die Gäste erlebten einen interessanten und durchaus unterhaltsamen Abend, bei dem es jedoch gar nicht so sehr nach Benzin roch.


Text: mü

Fotos © Rainer Rüffer


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