Clubabend Journalismus 2.0

Gäste

Stephan Goldmann & Karsten Lohmeyer
Gründer des Blogs "Lousy Pennies"

Foto © Sabine Storm

 

Laszlo Trankovits
Autor "Die Nachrichtenprofis"

Foto © Sabine Storm


Moderation

Anke Knalfa
Mitglied des FPC-Vorstandes

Foto © Barbara Walzer

Geld verdienen im Netz, der Journalist als Marke, Qualitätsjournalismus in den digitalen Medien. Das sind nur einige Punkte, die beim Clubabend „Journalismus 2.0 – wie behaupten wir uns in der digitalen Medienwelt“ lebhaft diskutiert wurden.

Auf dem Podium: Laszlo Trankovits, Autor des Buchs „Die Nachrichtenprofis“, außerdem Karsten Lohmeyer und Stephan Goldmann, die den Blog „Lousy Pennies" betreiben. In ihrem Blog geht es um Gedanken übers Geld verdienen mit gutem Journalismus im Netz.

 

 

Laszlo Trankovits hat eine klare Position: „Geld verdienen im Netz mit Journalismus ist kein Problem. Wer als Journalist gut ist, der kann damit auch Geld verdienen. Der Markt muss es richten.“ Die wichtigste Grundlage für Medien, die auf diesem Markt bestehen wollen, ist aus seiner Sicht die Glaubwürdigkeit.

Für Karsten Lohmeyer und Stephan Goldmann ist das Netz eine wichtige Plattform, um als Journalist Profil zu zeigen. So ist ihr Blog nicht ihre Haupt-Einnahmequelle, aber es ergeben sich daraus viele Folgeaufträge. Sie geben zum Beispiel Bloggerseminare, mit denen sie Geld verdienen. „Der Blog ist dafür eine wichtige Grundlage. Wir betrachten ihn als Marketinginstrument“, sagt Lohmeyer. „Hat man sich als Journalist als Marke etabliert, kann man damit auch Geld verdienen.“

Stephan Goldmann schreibt neben den Beiträgen für die Lousy Pennies auch einen Blog über Schottland. Dort sieht man zum Beispiel auch Hochzeitsfotos von ihm und seiner Frau. Wie weit muss ein Journalist heute gehen, wie viel von sich preisgeben, um Nutzer zu gewinnen und sich als Marke zu etablieren? Stephan Goldmann hat eine klare Haltung dazu: „Gerade in den sozialen Medien spielt Emotionalität eine wichtige Rolle. Ich kann bei Facebook nicht faktisch berichten, denn die Leute wollen emotional angesprochen und inspiriert werden. Mir geht es auch darum, meinen Nutzern zu zeigen, dass ich selbst in Schottland vor Ort war. Ich schreibe über heiraten dort, weil ich es selbst erlebt habe und nicht von meinem Schreibtisch in der Redaktion aus. Das schafft Glaubwürdigkeit und Authentizität.“

Glaubwürdigkeit und Authentizität sind auch beim Thema Qualitätsjournalismus unverzichtbar. Aus der Sicht von Laszlo Trankovits gibt es im Moment keinen Mangel an Qualitätsjournalismus in Deutschland. Allerdings macht er sich Sorgen um die Unabhängigkeit der Medien. Er beobachtet eine zunehmende Skandalisierung und einen tendenziösen Ton, auch in der Nachrichtenberichterstattung.

Nur eine von vielen Thesen, aus der sich eine sehr engagierte Diskussion im Publikum ergab.

Fotos © Sabine Storm


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