Clubabend Panama Papers Rückblick

Gäste

Georg Mascolo
Leiter des Recherche-Verbunds aus NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung

Foto © NDR / Christian Spielmann


Jan Strozyk
Investigativ-Redakteur des NDR

Foto © NDR


Moderation

Werner D’Inka
Präsident des FPC

Foto © Barbara Walzer

Das Projekt Panama Papers

Die Enthüllungen rund um die Panama Papers sind ein journalistisches Mammut-Projekt in einer Dimension, die es bislang so noch nicht gegeben hat. Bei unserem Clubabend bekamen Mitglieder und Besucher des Frankfurter Presseclubs spannende Einblicke in die Recherche.

Jan Strozyk, (NDR-Investigativredakteur & Mitglied des Rechercheteams) war in Frankfurt vor Ort. Georg Mascolo, Leiter des Rechercheverbundes aus WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung musste seine Anreise leider kurzfristig absagen, wurde aber via Skype zugeschaltet.

FPC-Präsident Werner D'Inka führte durch den Abend und stellte dann die Fragen, die auch dem Publikum unter den Nägeln brannten. Zum Beispiel die Frage danach, wie eine solch große Recherche bis zum Schluss geheim bleiben konnte. Schließlich waren etwa 400 Journalisten weltweit daran beteiligt. "Uns war schnell allen klar, dass alle etwas davon haben, wenn eine große Geschichte in vielen Ländern und in unterschiedlichen Medien gleichzeitig erscheint", so Jan Strozyk. "Wenn Du die Geschichte alleine machst, machst Du mehr kaputt, als es die Sache wert ist. Dann hast Du als Medium einmal einen Scoop, die Gesamtheit der Geschichte ist aber dahin". Dass alle bis zum Ende verschwiegen waren, macht Georg Mascolo stolz. Für ihn ist klar: "Für solche Projekte ist es absolut unverzichtbar, Diskretion und Ernsthaftigkeit durchzuhalten".

Wie muss ein Journalist eigentlich ausgebildet sein, der an einer solch großen, technisch anspruchsvollen Geschichte mitarbeitet? Grundsätzlich ist natürlich ein technisches Verständnis wichtig. Jan Strozyk erzählt: "Wir haben uns regelmäßig mit Leuten beraten, die sich mit Datenaustausch auskennen. Wir haben auch viel ausprobiert und uns quasi von technischer Hürde zu technischer Hürde gearbeitet". 11,5 Millionen Dateien galt es zu durchforsten. Kommuniziert haben die Journalisten untereinander übrigens über eine spezielle Plattform, einem Art internen Facebook.

Zuletzt ging es noch darum, woran Georg Mascolo den Erfolg der Panama-Papers-Recherche eigentlich misst. "Die Bedeutung der Geschichte wird sich nicht daran messen lassen, ob sich immer wieder ein Artikel auf Seite 1 der Süddeutschen Zeitung oder ein Bericht in der Tagesschau finden. Es geht darum, ob es tatsächlich strukturelle Veränderungen gibt und sich die Politik jetzt zum Handeln gezwungen sieht."

 

Fotos © Rainer Rüffer


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