Rückblick Clubabend Interne Kommunikation

In Kooperation mit der

Zu Gast:

Ralf Drescher
Head of Newsroom bei der Deutschen Bank AG

Foto © Deutsche Bank

Dr. Olaf Kaltenborn
Leiter PR & Kommunikation / Pressesprecher des Präsidiums an der Goethe-Universität Frankfurt


Moderation

Nina Mülhens
Kommunikationsexpertin / Unternehmerin und FPC Vorstandsmitglied

Foto © Farideh Diehl

Corona: Riesige Herausforderung für die internen Kommunikation

Eine Gemeinschaftsveranstaltung der Evangelischen Akademie Frankfurt und des FPC


„Wir können mehr, als wir gedacht haben.“ Mit diesen Worten zog Olaf Kaltenborn, Pressesprecher der Goethe-Universität, ein Zwischenresümee der internen Kommunikation während der Corona-Krise. Als Online-Veranstaltung hatte der FPC in Kooperation mit der Evangelischen Akademie die interne Kommunikation in den Fokus eines Clubabends gestellt. Allerdings sei die Herausforderung riesig gewesen, trotz Kontaktverboten eine Infrastruktur aufzubauen, die im Wesentlichen auf digitaler Kommunikation beruhe. Immerhin sei es gelungen, die vielfältigen Gremiensitzungen zu koordinieren und online stattfinden zu lassen und einzelne Fachbereiche könnten inzwischen bis zu 95 Prozent der Lehrveranstaltungen durchführen. Insgesamt sei in den vergangenen Wochen täglich ein so großer Datenverkehr entstanden wie sonst in einem ganzen Monat. Die Ausnahmesituation habe daher auch einen erheblichen Nachholbedarf bei der digitalen Ausstattung der Uni deutlich gemacht, meinte er auf die entsprechende Frage von Moderatorin Nina Mülhens. Ralf Drescher, Head of Newsroom der Deutschen Bank, beschrieb ebenfalls eine stürmische Entwicklung seiner Aufgaben in den vergangenen Monaten. Nachdem der gesteigerte Bedarf an Kommunikation klar war, hätten sie rasch die Kräfte verstärkt und die Abteilung ausgebaut. Drescher hob hervor, dass bei einem Unternehmen mit weltweit 90.000 Angestellten jede interne Kommunikation potentiell auch extern sei, insofern sei die strikte Trennung bei ihnen aufgehoben. Die Redaktion sei daher auch nach Themen und nicht nach Zielgruppen aufgestellt. In der Krise sei die Ansprache der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter direkter geworden. So habe die Zentrale schnell gemerkt, dass auf die konkreten Sorgen der Beschäftigten in ihrem jeweiligen Land eingegangen werden müsse und dementsprechend viele Aufgaben an regionale Einheiten delegiert. Nachholbedarf sieht Drescher für sein Haus auf dem Gebiet der interaktiven Kommunikation. Zwar gebe es schon jetzt etliche positive Beispiele mit Formaten wie interne Barcamps, Kleingruppen mit Führungskräften, Chats mit Managern oder auch einer Radical Truth genannten Besprechung von jeweils sechs Mitarbeitern mit dem Vorstandsvorsitzenden, bei der hinter verschlossenen Türen ungeschönte Kritik erwartet wird, aber für eine Verbesserung und Vermehrung der Formate sei noch ausreichend Luft nach oben vorhanden. Kaltenborn beschrieb auf diesem Gebiet einen Meinungswandel in der Universität. In früheren Zeiten sei die Kommunikation nahezu ausschließlich Top-Down gelaufen. Doch seit einigen Jahren habe sich die Kultur erheblich verändert und würden die Mitarbeiter vermehrt zur Partizipation eingeladen. Sehr unterschiedlich aufgestellt sind die beiden Institutionen hinsichtlich der Social Media. Die Deutschen Bank gehe mit Twitter, Facebook und auch Zoom-Konferenzen recht restriktiv um, meinte Drescher. Für Videos habe das Unternehmen einen eigenen internen Youtube-Kanal eingerichtet. Ganz anders agiert die Universität, die sowohl Facebook, Twitter als auch Instagram nutzt. Von Co-Moderatorin Jana Kötter nach einem Ausblick gefragt, meinte Drescher, Kommunikation werde in ihrer Tonlage empathischer und direkter. Zum Beispiel werde das Video mit Schminkkoffer und vierköpfigem Kamerateam durch das schnelle, authentische und ungeschnittene Handyvideo ersetzt. Kaltenborn sieht – insbesondere durch die Krise verursacht – eine deutliche Stärkung des Digitalen. Es habe sich gezeigt, dass Lehre auch aus der Distanz betrieben werden könne, auch wenn der direkte Diskurs der Menschen miteinander nicht zu ersetzen sei. Die rund 100 Zuschauer beteiligten sich zum Teil über die Chats und bekamen durch den Online-Veranstaltung spannende Einblicke in die Kommunikation dieser sehr unterschiedlichen Unternehmen.


Aufzeichnung der Veranstaltung auf unserem YouTube-Kanal


Text mü

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