Clubabend mit Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik

Arne Schönbohm
Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik

Foto © Rainer Rüffer


Moderation

Henning Steiner
Redakteur bei HR-iNFO

Foto © Rainer Rüffer

Auch die Risiken der Digitalisierung sehen

Arne Schönbohm, Präsident des BSI, zu Gast im FPC

Die organisierte Kriminalität verdient seit 2009 mit Cyber-Kriminalität mehr Geld als mit Drogen. Mit dieser Feststellung hat Arne Schönbohm, der Präsident des Bundesamtes für Sicherheit- und Informationstechnik auf dem FPC-Clubabend die Gefährdungssituation für Staat, Wirtschaft und Privatleute umschrieben. Meist würden nur einseitig die Chancen der Digitalisierung gesehen, nicht aber die damit verbundenen hohen Risiken. Aber ohne eine gute Sicherheitsarchitektur könne es auch keine erfolgreiche Digitalisierung geben, meinte der Chef der Behörde. Sein Credo ist Information und Aufklärung über die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen. Während nach seiner Darstellung die großen Unternehmen meistens recht hohe Sicherheitsstandards hätten, sei dies bei mittleren und kleineren Unternehmen und bei Privatleuten oft nicht der Fall.

Schönbohm prognostizierte für das Jahr 2020 eine Zahl von insgesamt rund 20 Milliarden Endgeräten. Würde auch nur ein nennenswerter Teil von ihnen durch Schadprograme gekapert, würde das jede Infrastruktur erheblich gefährden. Fahrlässigkeit und Bequemlichkeit, diese Endgeräte ausreichend zu schützen, bereitetem ihm große Sorge. Kritisch äußerte sich Schönbohm zu den Forderungen nach Back Hack, also die Server von Angreifern durch eine Gegenattacke auszuschalten. Abgesehen von rechtlichen Problemen gebe es die ethische Frage, wer verantworten könne, dass ein unbekannter Server, an dem vielleicht auch die Versorgung eines Krankenhauses hänge, stillgelegt werde. Als ein Zeichen, dass die Politik die hohe Bedeutung der Cyber-Sicherheit erkannt habe, wertete der Behörden-Präsident, dass sein Amt in diesem Jahr erheblich aufgestockt werde von jetzt 660 auf dann 840 Mitarbeiter.

Text: mü

Fotos © Rainer Rüffer


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