Rückblick FPC Hausbesuch Bundesbank

Gesprächspartner:

Michael Best
Leiter des Zentralbereichs Kommunikation

Foto © Marcus Thelen – www.mthelen.com

 

Stefan Hardt
Leiter des Zentralbereichs Bargeld

Foto © Marcus Thelen – www.mthelen.com

 


Über die Zukunft des Bargeldes entscheidet der Markt

Der FPC zu Besuch bei der Deutschen Bundesbank


„Das Bankensystem im Europaraum ist nach dem großen Crash 2008 deutlich krisenfester aufgestellt als zuvor. Dennoch wird es niemals ein Bankensystem geben, das überhaupt nicht mehr anfällig ist für Krisen. Denn die Aufgabe der Banken ist es ja gerade, Risiko zu übernehmen.“ Mit diesem Statement schloss Michael Best, der Leiter des Zentralbereichs Kommunikation der Bundesbank, ein anregendes Gespräch mit den Mitgliedern des FPC über die Zukunft des Geldes, die Politik der Notenbank und die Verzahnung mit der EZB. Zuvor hatte Stefan Hardt, der Leiter des Zentralbereichs Bargeld, eine Menge Gründe angeführt, warum das Bargeld auch in näherer Zukunft nicht vollständig durch elektronisches Bezahlen ersetzt werde. Selbst wenn es in Afrika Regionen gebe, wo der gesamte Handel bargeldlos abgewickelt werde, sei dies kein Zukunftsmodell, das bedenkenlos für Deutschland übernommen werden könne. Denn diese Systeme seien sowohl gegen Stromausfall als auch gegen Cyber-Attacken anfällig. Wenn aber jegliche Infrastruktur für die Rückkehr zur Barzahlung fehle, breche dann die gesamte Wirtschaft zusammen. Auch in Schweden gebe es inzwischen einige Fragezeichen gegenüber der Politik, das Bargeld aufzugeben. Eine Gesetzesinitiative ziele darauf ab, das Bargeld zu erhalten, da ansonsten vor allem ältere Bürger, die mit den elektronischen Bezahlmethoden nicht zurechtkommen, sich nicht mehr gut versorgen könnten. Best erläuterte, es sei letztendlich eine Frage des Marktes und des Zahlungsverhaltens der Bürger, welche Bezahlsysteme angewandt werden. Solange die Bürger Bargeld weiterhin nutzten, rechne sich auch die dafür bereitgehaltene Infrastruktur. Zu den wirtschaftlichen Folgen des Corona-Virus mochte Best keine Prognose stellen. Schon jetzt sei der Schaden deutlich zu sehen. Aber wenn die Epidemie mit der wärmeren Jahreszeit ihr Ende fände, dann könne sich die Wirtschaft auch wieder schnell erholen und ein sogenannter V-Effekt eintreten – ein plötzliches Abrutschen gefolgt von einem ebenso steilen Anstieg. Von den spannenden Einblicken der Gastgeber in die Arbeit der Bundesbank her und auch vom Interesse der FPC-Mitglieder hätte der Termin noch viele weitere Stunden dauern können. Aber auch so konnten noch etliche weitere Fragen bei einem kleinen Imbiss mit den Referenten geklärt werden. In jedem Fall ist es den Gastgebern gelungen, das Verständnis der Clubmitglieder für die Arbeit der Bundesbank deutlich zu verbessern.


Text: mü

Foto © Marcus Thelen – www.mthelen.com


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