Wenn Amazon die Bundesliga ins Haus bringt – Fußball-Übertragungen im Umbruch

Zu Gast:

Christian Seifert
Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga (DFL)

Foto © Rainer Rüffer


Moderation

Werner D'Inka
Präsident des FPC und Mitherausgeber der F.A.Z.

Foto © Rainer Rüffer

Die mediale Vermarktung der Bundesliga

Christian Seifert, Geschäftsführer der DFL, zu Gast beim FPC

Das Credo von Christian Seifert, Geschäftsführer der deutschen Fußballliga (DFL), lautet: „Die Zuschauer wollen vor allem guten Fußball sehen.“ Eine seiner Aufgaben ist es dafür zu sorgen, dass der gute Fußball für die Vereine zu finanzieren ist. Die Rahmenbedingungen dafür haben sich in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch verändert: während in den siebziger Jahren die Eintrittsgelder noch rund 80 Prozent der Vereins-Etats ausmachten, haben sie heute lediglich noch einen Anteil von rund 15 Prozent an dem jeweiligen Budget. Zu einer der größten Einnahmequellen für den Profi-Fußball hat sich inzwischen die Vermarktung der Medienrechte entwickelt. Entsprechend dynamisch ist auch die DFL gewachsen, deren Hauptgeschäft in der medialen Vermarktung der ersten und der zweiten Bundesliga im nationalen wie im internationalen Rahmen besteht.

Vor der Gründung einer eigenen Gesellschaft im Jahr 2000 gab es für dieses Thema lediglich ein „Liga-Sekretariat“ im DFB. Heute arbeiten rund 400 Beschäftigte aus fünfzehn Nationen für die DFL, die in diesem Jahr noch Büros in New York und Beijing eröffnen wird. Die Einnahmen aus der nationalen Vermarktung der Rechte bezifferte Seifert mit über einer Milliarde, während die Senderechte in über 200 Länder einen Ertrag von derzeit rund für 270 Millionen Euro brachten. Vor allem für die internationale Vermarktung sei es aber unabdingbar, dass die Bundesliga zu den drei weltweiten Top-Fußballligen zähle. Der Geschäftsführer ließ keinen Zweifel daran, dass die hohen Summen, die Pay-TV-Anbieter zahlten, unverzichtbar für die Finanzierung der Vereine seien, dies stehe einer Grundversorgung an Fernsehberichterstattung durch die öffentlich-rechtlichen Anstalten jedoch nicht entgegen. Der Abend hat den Gästen einen Einblick gegeben, wie schnell sich die Fußballwelt wandelt und mit ihr die Welt der Medien.

 

Text: mü

Fotos: Rainer Rüffer


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